Was ein Gerüst wirklich kostet

Auf dieser Seite steht, aus welchen Posten eine Gerüst-Offerte besteht, wie die Quadratmeter zustande kommen, wann Standgeld anfällt und was am Schluss nicht auf der Rechnung steht. Damit prüfen Sie unsere Offerte – und jede andere auch.

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Ablauf & Kosten · Transparent erklärt

Plan Zeiger auf die Zeichnung: Höhe wählen Tippen auf die Zeichnung wählt die nächste Höhe

Im Klartext Jede Position erklärt

Fassadengerüst an einem Wohnhaus – Grundlage jeder Gerüst-Offerte
Detail eines Gerüstfelds mit Belag und Seitenschutz

Die fünf Posten jeder Gerüst-Offerte

Woraus eine Offerte besteht

Egal ob Einfamilienhaus oder Industriehalle – die Struktur ist immer dieselbe. Wer diese fünf Posten versteht, versteht jede Offerte in dieser Branche.

  1. 01

    Grundpreis pro Quadratmeter

    Der grösste Posten: Material, Anlieferung, Montage, Demontage und eine definierte Grundstandzeit – alles zusammen, nicht einzeln. Der Quadratmeterpreis allein sagt nichts, solange nicht klar ist, wie viele Wochen Standzeit darin enthalten sind.

  2. 02

    Transport und Einrichtung

    An- und Abfahrt, teils separat ausgewiesen, teils im Grundpreis. Wichtig bei schlechter Erreichbarkeit: Bleibt der Lastwagen dreissig Meter weg und das Material geht von Hand über den Garten, kostet das Zeit – und Zeit ist der teuerste Teil.

  3. 03

    Standgeld

    Fällt an, sobald das Gerüst über die vereinbarte Grundstandzeit hinaus steht – pro Quadratmeter und Woche, bis abgebaut wird, auch wenn niemand darauf arbeitet. Der Posten, der die meisten Diskussionen auslöst, weil er klein aussieht und sich über Wochen summiert.

  4. 04

    Zuschläge für Besonderes

    Alles, was vom Standardfeld abweicht: Konsolen für Erker und Balkone, Ausgleiche am Hang, eine Fanglage fürs Dach, Schutznetze, Bauaufzug, Treppenturm, Wetterschutzdach. Jede dieser Leistungen gehört als eigene Position in die Offerte.

  5. 05

    Bewilligungen und Signalisation

    Nur relevant, wenn das Gerüst öffentlichen Grund berührt – Trottoir, Strasse, Parkplatz. Die Gebühren bestimmt die Gemeinde oder – bei einer Kantonsstrasse – der Kanton. Wir stellen das Gesuch und geben die Gebühr unverändert weiter.

Von der Anfrage bis zum Abbau

So läuft es ab

Fünf Schritte, bei denen Sie immer wissen, woran Sie sind – und was als Nächstes kommt.

  1. 01

    Anfrage

    Objekt-Adresse, Gebäudetyp, Dachvariante und wofür das Gerüst gebraucht wird. Der letzte Punkt ist wichtig: Für Malerarbeiten muss es höher reichen als für einen Fenstertausch, fürs Dach braucht es eine Fanglage. Ein Handyfoto von jeder Hausseite genügt.

  2. 02

    Offerte

    Wir rechnen die tatsächliche Gerüstfläche, den Materialbedarf und eine realistische Standzeit – so lange, wie die Baustelle erfahrungsgemäss dauert, nicht so kurz, dass die Offerte gut aussieht. Sie bekommen die Zahl, die Positionen dahinter und den Standgeld-Ansatz.

  3. 03

    Aufbautermin

    Steht die Offerte, fixieren wir den Termin, abgestimmt darauf, welches Gewerk zuerst arbeitet. Bei anspruchsvollen Objekten planen wir vorher in 3D, damit Konsolen und Verankerungen sitzen; beim Standardhaus sparen wir es uns.

  4. 04

    Standzeit

    Das Gerüst steht, mehrere Handwerker nutzen es nacheinander. Anpassungen – ein Belag höher, ein Feld für die Materialanlieferung geöffnet – übernimmt das Reserve-Team. Zeichnet sich eine Verlängerung ab, sagen Sie es früh, dann wissen Sie vorher, was dazukommt.

  5. 05

    Abbau

    Sind Ihre Handwerker fertig, demontieren wir und räumen ab – inklusive der Bordbretter im Beet. Abgerechnet wird nach der effektiven Standzeit, nicht nach der Offerte: Waren es zwei Wochen weniger, zahlen Sie zwei Wochen weniger.

Andere Massstäbe für Bauherren, Profis und Industrie

Für wen

Was am meisten zählt, hängt davon ab, wer fragt. Einen Überblick über alle Bereiche gibt die Leistungsübersicht.

Gerüst an einem Mehrfamilienhaus in der Region
  • Bauherren & Hausbesitzer

    wollen wissen, was am Schluss auf der Rechnung steht und was mit dem Garten passiert. Die Antworten dazu stehen bei den Privatkundengerüsten.

  • Maler & Bauleitung

    interessiert vor allem, ob der Termin hält und ob die Belagshöhen stimmen. Mehr dazu bei den Fassadengerüsten.

  • Industrie & Betriebe

    Hier kommt eine Grösse dazu, die im Wohnbau fehlt: die Montage im laufenden Betrieb, in Nachtschichten oder Stillstandsfenstern. Warum das den Preis stärker treibt als die Fläche, bei den Spezial- und Industriegerüsten.

Gut zu wissen

Die Fragen, die vor jeder Offerte kommen – mit Zahlen zum Nachrechnen.

Alle Fragen & Antworten

Was kostet ein Gerüst pro Quadratmeter?

Einen allgemeingültigen Quadratmeterpreis gibt es nicht – und er wäre auch wenig aussagekräftig, solange nicht klar ist, wie viele Wochen Grundstandzeit darin enthalten sind. Der Preis hängt von Fläche, Höhe, Standzeit, Zufahrt und Zuschlägen wie Konsolen oder Fanglage ab. Nach einer kurzen Anfrage mit Fotos nennen wir Ihnen eine verbindliche Zahl.

Warum sind in der Offerte mehr Quadratmeter als meine Fassade hat?

Weil die Gerüstfläche abgerechnet wird, und die ist grösser als die Fassadenfläche. Gemessen wird von der Standfläche bis zur obersten Belagslage, über die ganze Länge und um die Ecken herum. Das Gerüst ragt seitlich und nach oben übers Traufbrett über die Fassade hinaus; ein Gerüst mit exakt der Fassadenfläche wäre unbrauchbar. Vergleichen Sie darum nie den Quadratmeterpreis zweier Offerten, ohne die Quadratmeterzahl daneben zu legen.

Was ist Standgeld und wann fällt es an?

Standgeld ist die Gebühr dafür, dass das Gerüst über die vereinbarte Grundstandzeit hinaus stehen bleibt. Es wird pro Quadratmeter und Woche gerechnet und läuft, bis abgebaut wird – auch wenn gerade niemand darauf arbeitet. Den Ansatz nennen wir bereits in der Offerte.

Wie vergleiche ich zwei Gerüst-Offerten?

Wenn eine Offerte deutlich unter der anderen liegt, lohnt sich ein genauer Blick. Prüfen Sie fünf Punkte in dieser Reihenfolge:

  1. Wie viele Wochen Grundstandzeit sind drin? Eine kurze Grundstandzeit lässt die Offerte günstiger aussehen und macht die Schlussrechnung teurer.
  2. Wie hoch ist das Standgeld pro Woche? Steht es nicht drin, fragen Sie schriftlich nach.
  3. Wie viele Quadratmeter? Zwei Offerten fürs selbe Haus sollten ähnlich viele ausweisen.
  4. Ist die Fanglage drin? Bei Dacharbeiten gehört sie in die Offerte.
  5. Was passiert bei Anpassungen? Serviceleistung oder Position?

Warum zeigt ihr keine Preisliste?

Weil sie Ihnen nichts nützen würde. Zwei Einfamilienhäuser mit identischer Fassadenfläche können sich im Preis deutlich unterscheiden: Das eine steht frei mit Zufahrt bis vor die Tür, beim anderen geht es in Hanglage, der Lastwagen kommt nicht ran und ein Wintergarten muss überbrückt werden. Eine Pauschale würde entweder den einfachen Fall verteuern oder beim schwierigen nicht reichen – und die Differenz käme später als Nachtrag. Stattdessen beschreiben Sie uns das Objekt, und wir nennen eine verbindliche Zahl. Genügt ein kleineres Gerüst, sagen wir das auch dann, wenn wir daran weniger verdienen.

Brauche ich für das Gerüst eine Bewilligung?

Auf dem eigenen Grundstück in der Regel nicht. Sobald das Gerüst Trottoir, Strasse oder öffentliche Parkplätze berührt, braucht es eine Bewilligung der Gemeinde und meist eine Signalisation. Das Gesuch stellen wir; die Gebühren bestimmt die Gemeinde und wir geben sie unverändert weiter.

Zahle ich weniger, wenn das Gerüst früher abgebaut wird?

Ja. Abgerechnet wird nach der effektiven Standzeit. Sind Ihre Handwerker zwei Wochen früher fertig als geplant, bauen wir früher ab und Sie zahlen entsprechend weniger.

Wann wird ein Gerüst günstiger – und wann teurer?

Drei Dinge machen es teurer, und bei allen können Sie mitreden. Die Standzeit: Wer die Gewerke sauber hintereinander plant statt Leerlauf zwischen Verputzer und Maler, spart bares Standgeld. Der Zugang: Ist am Aufbautag das Auto weg, die Wäschespinne ab und der Zaun offen, geht es schneller. Der Umfang: Für die Dachrinne oder einen Storenkasten reicht oft ein gemietetes Rollgerüst statt ein eingerüstetes Haus. Nicht sparen lassen sich dagegen Fanglagen, Verankerungen und Seitenschutz – die sind Vorschrift.

Wie schnell bekomme ich eine Offerte?

In den meisten Fällen ohne Besichtigungstermin: Adresse, Gebäude- und Dachtyp, Verwendungszweck und ein paar Fotos genügen. Bei komplexen Objekten oder Industrieprojekten schauen wir vorbei, bevor wir eine Zahl nennen – dann stimmt sie auch.

Was nicht in unserer Offerte steht

  • Gebühren der Gemeinde

    für die Nutzung von öffentlichem Grund – wir stellen das Gesuch, die Gebühr geht unverändert an die Gemeinde.

  • Zustimmung des Nachbarn

    wenn das Gerüst über die Grenze ragt – ein Gespräch zwei Wochen vorher spart oft mehr, als es kostet.

  • Schäden an Pflanzen und Rasen

    wo Stützen stehen, brauchen sie Auflagefläche; was heikel ist, besprechen wir vorher.

  • Die Arbeit auf dem Gerüst

    wir stellen die Plattform – Malen, Decken und Montieren macht Ihr Handwerker.

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Verbindliche Offerte, alle Positionen erklärt

Beschreiben Sie uns kurz Ihr Vorhaben – Adresse, Gebäude- und Dachtyp, wofür das Gerüst gebraucht wird und ab wann. Zwei, drei Fotos dazu, und Sie bekommen eine verbindliche Offerte mit genau den Positionen, die auf dieser Seite erklärt sind. In den meisten Fällen geht das ohne Besichtigung.

„Sagen Sie mir, was ansteht – den Rest mache ich.“
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