Ihr Gerüst steht, bevor es steht

Bei anspruchsvollen Projekten bauen wir das Gerüst zweimal: einmal am Bildschirm, einmal an Ihrem Gebäude. Das erste Mal dauert ein paar Stunden und kostet nichts ausser unserer Zeit. Das zweite Mal ist dann nur noch Handwerk – weil das meiste, was schiefgehen kann, vorher schon aufgefallen ist. Wo sich das lohnt, wie es abläuft und wann wir bewusst darauf verzichten, steht auf dieser Seite.

3D-Gerüstplanung · Auf Wunsch

Plan Zeiger nach rechts: das Gerüst wächst aus dem Plan Das Gerüst wächst aus dem Plan; Tippen wechselt zwischen beiden

Am Bildschirm gebaut Bevor Material kommt

3D-Rendering eines komplett eingerüsteten Objekts
3D-Rendering einer Fassaden-Elevation mit Verankerungspunkten

Wo Improvisieren auf der Baustelle teuer wird

Warum Vorplanung

Ohne Vorplanung werden Entscheidungen, die am Bildschirm zehn Minuten dauern, auf der Baustelle unter Zeitdruck getroffen. Diese vier kosten am häufigsten Zeit und Geld.

  • Falsche oder fehlende Konsolen

    Erker, Balkone und Vordächer brauchen Ausgleiche, die man von der Strasse aus nicht abschätzen kann.

  • Keine Verankerungsmöglichkeit

    wo eine gebraucht wird – hinter der Dämmung, in der Glasfassade, an der Betonstütze, die zwei Meter danebensteht.

  • Zu wenig oder zu viel Material

    weil die Fläche geschätzt statt gerechnet wurde. Zu wenig stoppt den Aufbau, zu viel bezahlen Sie mit.

  • Das Gerüst passt nicht zum Gewerk

    die Belagshöhen liegen falsch, und der Dachdecker arbeitet über Kopf, weil niemand gefragt hat, wo er stehen muss.

Sieben Motive, ein Arbeitsmittel

Was wir im Modell sehen

Mit dem 3D-Modell planen wir den Aufbau. Diese Fragen beantwortet es, bevor das erste Teil auf den Lastwagen kommt.

  1. 3D-Rendering: Fassaden-Elevation für die Gerüstplanung
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    Fassaden-Elevation

    Höhen, Felder und Verankerungspunkte massstabsgetreu. Hier zeigt sich, ob die Belagslagen dort liegen, wo der Handwerker sie braucht – und ob das Gerüst oben tatsächlich übers Traufbrett reicht.

  2. 3D-Rendering: Das komplett eingerüstete Objekt für die Gerüstplanung
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    Das komplett eingerüstete Objekt

    Alle Seiten zusammen, inklusive Ecken und Übergängen. Der Moment, in dem auffällt, dass die Zufahrt blockiert wäre oder die Haustür hinter einem Gerüstfeld verschwindet.

  3. 3D-Rendering: Treppenturm für die Gerüstplanung
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    Treppenturm

    Wo steht er, sodass er niemanden stört und trotzdem jeder in Sekunden oben ist? Der Turm braucht Platz und ein Fundament – beides will vorher geklärt sein, nicht am Aufbautag.

  4. 3D-Rendering: Passarelle für die Gerüstplanung
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    Passarelle

    Fussgängerübergänge verlangen ohnehin Zeichnungen: Die Gemeinde will sehen, wie Passanten geführt werden, bevor sie bewilligt. Ein Modell beschleunigt das Verfahren spürbar.

  5. 3D-Rendering: Schacht- und Liftgerüst für die Gerüstplanung
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    Schacht- und Liftgerüst

    Enge Geometrie, kaum Toleranz, Verankerung nur an definierten Punkten. Ohne Vorplanung wird ein Schachtgerüst zur Rätselstunde für die Kolonne.

  6. 3D-Rendering: Wetterschutzdach für die Gerüstplanung
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    Wetterschutzdach

    Ein Dach über der Baustelle ist eine eigene Konstruktion mit eigenen Lasten – Wind und Schnee wirken darauf und müssen irgendwo hin. Der Fall, wo ein Modell mit Lastannahmen kein Luxus ist.

  7. 3D-Rendering: Industriegerüst für die Gerüstplanung
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    Industriegerüst

    Rohrleitungen, Kranbahnen, Kessel: Das Gerüst muss sich um Bestehendes herumbauen. Im Modell sieht man vorher, wo es durchgeht – auf der Baustelle erst, wenn man davorsteht.

Wann sich ein Modell lohnt – und wann nicht

Einsatz des Modells

Die 3D-Planung ist ein Werkzeug für die Fälle, in denen sie etwas verhindert. Wir sagen aktiv, wann wir sie nicht einsetzen.

  • Wann ein Modell etwas bringt

    Sobald ein Gerüst nicht aus geraden Standardfeldern besteht oder ein Fehler mehr kostet als die Planung: Mehrfamilienhäuser mit Balkonen, Erkern und enger Zufahrt, Montage im laufenden Betrieb, Sonderkonstruktionen wie Passarellen oder Wetterschutzdächer und Objekte, wo eine Bewilligung eine Zeichnung verlangt. Der grösste Teil davon fällt in unsere Spezial- und Industriegerüste.

  • Wann wir bewusst darauf verzichten

    Bei den meisten Aufträgen. Ein freistehendes Einfamilienhaus mit Satteldach für den Fassadenanstrich braucht kein Modell – da wäre es Dekoration, für die Sie mitbezahlen. Was ein Standardgerüst leistet, steht bei den Fassadengerüsten.

Von der Aufnahme bis zur Freigabe

So läuft es ab

Fünf Schritte – meist unsere interne Vorbereitung, von der Sie nur merken, dass der Aufbau reibungslos läuft.

  1. 01

    Aufnahme vor Ort

    Wir messen, fotografieren und schauen uns an, was das Modell abbilden muss: Geometrie, Verankerungspunkte, Zufahrt, Hindernisse, Untergrund.

  2. 02

    Modellieren

    Das Objekt wird nachgebaut und das Gerüst darum herum konstruiert – mit den Teilen, die wir tatsächlich im Lager haben. Ein Modell mit Bauteilen, die es nicht gibt, hilft niemandem.

  3. 03

    Prüfen

    Passen die Belagshöhen zum Gewerk? Sitzen die Verankerungen, wo etwas trägt? Reicht der Wandabstand, stimmen die Lastannahmen? Hier fallen die Fehler auf, die sonst der Kolonne auffielen.

  4. 04

    Materialliste

    Aus dem Modell ergibt sich exakt, was auf den Lastwagen muss. Das ist auch die Basis für eine Offerte, die man nachrechnen kann.

  5. 05

    Freigabe und Aufbau

    Auf Wunsch schauen wir das Modell gemeinsam an, bevor es losgeht. Danach baut die Kolonne, was am Bildschirm schon steht.

Gut zu wissen

Die Fragen, die vor jeder Planung kommen – inklusive der wichtigsten: Braucht es überhaupt ein Modell?

Alle Fragen & Antworten

Wann lohnt sich eine 3D-Planung?

Sobald ein Gerüst nicht aus geraden Standardfeldern besteht oder ein Fehler mehr kostet als die Planung: bei Mehrfamilienhäusern mit Balkonen, Erkern und Lukarnen, bei Industrie- und Pharmaprojekten mit Montage im laufenden Betrieb, bei Sonderkonstruktionen wie Passarellen, Schwerlastpodesten und Wetterschutzdächern und dort, wo eine Bewilligung ohnehin eine Zeichnung verlangt. Auch ein Mehrfamilienhaus mit vier Balkonlagen ist ein Fall fürs Modell – dort steckt die Komplexität in den Details.

Planen Sie jedes Gerüst in 3D?

Nein. Ein Standardgerüst am Einfamilienhaus bauen wir ohne Modell; dort wäre es Aufwand ohne Nutzen. Unsere Kolonne hat solche Objekte hundertfach gebaut – was im Modell stünde, weiss sie beim Blick auf die Fassade. Die 3D-Planung ist ein Werkzeug für die Fälle, in denen sie einen Fehler verhindert. Sonst nicht.

Bekomme ich das Modell zu sehen?

Auf Wunsch jederzeit. Meistens ist es unsere interne Vorbereitung und Sie merken davon nur, dass der Aufbau reibungslos läuft. Bei Bauleitungen und Industriekunden zeigen wir das Modell in der Regel vor der Freigabe.

Was bringt mir das Modell konkret?

Konsolen, Verankerungen und Ausgleiche stimmen, bevor Material geliefert wird. Daraus entsteht eine exakte Materialliste, der Aufbautermin hält eher, und das Gerüst passt zu den Belagshöhen, die Ihr Gewerk tatsächlich braucht.

Was Bauleiter, Industriekunden und Bauherren davon haben

Als Bauleiter oder Generalunternehmer sehen Sie vor Baubeginn, wie das Gerüst in Ihrem Projekt steht, und gleichen es mit den anderen Gewerken ab; die Materialliste macht die Offerte prüfbar. Als Industriekunde bekommen Sie die Unterlagen, die Ihre Sicherheitsfachperson sehen will – inklusive Lastannahmen und Nachweisen. Als Bauherr eines Mehrfamilienhauses sehen Sie, was auf Ihrem Grundstück passiert, bevor der erste Lastwagen kommt; am Einfamilienhaus brauchen Sie das nicht, wie die Privatkundengerüste zeigen. Einen Überblick über alle Bereiche gibt die Leistungsübersicht, für das Dach die Dachgerüste.

Projekt vorab planen lassen

Braucht Ihr Projekt ein Modell?

Schildern Sie uns Ihr Vorhaben: Objekt und Standort, was gemacht werden soll, welche Besonderheiten es gibt – Balkone, Anbauten, enge Zufahrt, laufender Betrieb. Pläne oder Fotos helfen; aus einem Grundriss lesen wir mehr heraus als aus jeder Beschreibung. Ob Ihr Projekt ein Modell braucht, sagen wir Ihnen vorher – auch wenn die Antwort nein ist.

„Sagen Sie mir, was ansteht – den Rest mache ich.“
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